Remember the date: TDoR 2025. Gedenken an die Opfer. Für eine Zukunft ohne Transfeindlichkeit

Der Transgender Day of Remembrance (TDoR) findet jährlich am 20. November statt. Dieser Gedenktag erinnert an trans* Personen, die Opfer von Gewalt und Hassverbrechen wurden. Er macht auf die Herausforderungen aufmerksam, denen trans* Menschen weltweit begegnen. Der TDoR ist ein Tag des Gedenkens und ein Aufruf zur Solidarität.

Neuer Trend bei Anti-Trans Gewalt: Systematische Angriffe auf Aktivist*innen und führende Personen der Community

Trans Murder Monitoring, ein Projekt von Transgender Europe, erfasst jährlich die Morde an trans* und genderdiversen Personen. Die Statistik zählt Taten zwischen Oktober des Vorjahres und September des aktuellen Jahres. Vom 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025 starben 281 Menschen durch trans* feindliche Gewalt. Im Vorjahreszeitraum waren es 350.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Opferzahlen tatsächlich gesunken sind, besonders in den USA oder Brasilien. Eine veränderte Medienlandschaft, Druck von Regierungen auf Medien oder eine fehlende, nicht trans* sensible Berichterstattung können die Sichtbarkeit solcher Taten verringern.

Diese Zahlen zeigen nur einen Teil der Realität. Opfer nicht tödlicher Gewalt fehlen in der Statistik. Suizide infolge eines extrem trans* feindlichen Umfelds oder mangelnder affirmativer Unterstützung werden ebenfalls nicht erfasst.

Sexarbeiter*innen (34 %) und People of Color (88 %) bilden weiterhin die größten Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt sich ein gefährlicher Trend: Der Anteil ermordeter, öffentlich sichtbarer Personen der Community hat sich mehr als verdoppelt, von 6 % (2023) auf 14 % (2025).

Veranstaltungen der dgti

Die dgti lädt dieses Jahr zum Transgender Day of Remembrance zu einem ökumenischen Gedenken ein. Wir wollen gemeinsam der trans* Personen gedenken, die seit dem TDoR 2024 ermordet wurden.

20.11.2025, Transgender Day of Remembrance Frankfurt am Main

Transgender Day of Remembrance 20.11.2025 Frankfurt am Main, Nikolaikriche 18h. Veranstaltende: Hochschulgemeinden Mainz (KHG, EHG) KANA Wiesbaden, dgti e.V.
Transgender Day of Remembrance 20.11.2025 Frankfurt am Main, Nikolaikirche, 18:00 Uhr

Zum Transgender Day of Remembrance laden wir dieses Jahr zu einem ökumenischen Gedenken in der Nikolaikirche, Frankfurt am Main, Römerberg, um 18:00 Uhr ein. Wie jedes Mal wollen wir gemeinsam der seit dem TDoR 2024 ermordeten trans* Personen gedenken.

Ursprung des Transgender Day of Remembrance

Die Aktivistin Gwendolyn Ann Smith initiierte den TDoR 1999. Anlass war der Mord an Rita Hester, einer afroamerikanischen Transgender-Frau. Die Medien beachteten ihren Tod kaum. Dieser Umgang verdeutlichte die Missachtung der Gewalt gegen trans* Menschen. Der TDoR hat sich seither weltweit verbreitet. Er sorgt dafür, dass die Geschichten der Opfer nicht vergessen werden.

Bedeutung des Transgender Day of Remembrance

Der Gedenktag erfüllt mehrere zentrale Funktionen:

  1. Gedenken: Der Tag würdigt die Identität der Opfer. Oft werden ihre Namen verlesen.
  2. Sichtbarmachung von Gewalt: Gewalt gegen trans* Personen bleibt oft unsichtbar. Der TDoR bringt diese Realität ins öffentliche Bewusstsein.
  3. Gemeinschaft und Zusammenhalt: Der Tag stärkt den Zusammenhalt der trans* Community und ihrer Unterstützer. Er schafft Raum für Austausch und Solidarität.
  4. Aufklärung: Veranstaltungen am TDoR helfen, Vorurteile abzubauen und das Wissen über Trans*-Themen zu erweitern.
  5. Politischer Wandel: Der TDoR ruft zu Reformen bei Antidiskriminierung und der Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt auf.

Die Rolle der dgti am Transgender Day of Remembrance

Die Deutsche Gesellschaft für Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit (dgti) setzt sich in Deutschland für die Belange der trans* Community ein. Neben Gedenkveranstaltungen bietet sie wichtige Beratungsangebote an, etwa für Menschen, die Unterstützung bei ihrer Transition oder bei rechtlichen Fragen benötigen. Diese Arbeit ist gerade in Zeiten anhaltender Diskriminierung von unschätzbarem Wert. Hier findest du die Peer-Beratung der dgti.

Veranstaltungen am TDoR

Rund um den Globus finden am Transgender Day of Remembrance verschiedene Veranstaltungen statt:

  • Mahnwachen: Kerzenlicht-Mahnwachen, bei denen die Namen der verstorbenen trans* Personen verlesen werden, bieten Raum für Trauer und Reflexion.
  • Workshops: Schulen, Universitäten und Organisationen veranstalten Workshops zur Sensibilisierung für Trans*-Themen.
  • Kunstprojekte: Künstlersetzen sich kreativ mit den Erfahrungen von trans* Menschen auseinander.
  • Social Media: Unter Hashtags wie #TDOR wird online Aufmerksamkeit für die Anliegen der Trans*-Community generiert.
  • Virtuelle Gedenkveranstaltungen: Seit der Pandemie gewinnen Online-Events an Bedeutung und ermöglichen es Menschen weltweit, am Transgender Day of Remembrance teilzunehmen.

Fortschritte und Herausforderungen

Trotz rechtlicher Fortschritte bleibt Gewalt gegen trans* Menschen, insbesondere gegen Transgender-Personen of Color, ein großes Problem. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist für viele immer noch eine Hürde, und Diskriminierung im Alltag bleibt ein globales Thema. Gleichzeitig wächst die Sichtbarkeit von trans* Personen in den Medien, und es gibt immer mehr Unterstützung von Verbündeten.

Wie du helfen kannst

  • Spende an die dgti: Deine Spenden helfen, wichtige Beratungs- und Unterstützungsangebote aufrechtzuerhalten. Hier kannst du spenden.
  • Social Media nutzen: Teile Beiträge zum TDoR und setze ein Zeichen der Solidarität.
  • Bilde dich weiter: Besuche Veranstaltungen und informiere dich über Trans*-Themen, um Vorurteile abzubauen.

Der Transgender Day of Remembrance zeigt, dass die Arbeit für die Rechte von trans* Menschen weitergehen muss. Zusammen mit Organisationen wie der dgti können wir zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen. Unterstütze die Bewegung für Gleichberechtigung und Solidarität!

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